100 days in the city parliament of Bern
Tuesday February 14th 2012, 22:21h
Filed under: FLOSS, Politics

Matthias Stürmer 100 Tage im Berner Stadtrat

For our current newsletter I wrote a short summary of what I experienced during my 100 first days in the Bernese City Parliament:

100 Tage im Berner Stadtrat

Eines vorweg: Stadtpolitik macht mir Spass – viel mehr als ich zuvor gedacht hatte. Einerseits konnte ich in Kürze Kontakt zu vielen spannenden Menschen im Stadtparlament und in der Stadtverwaltung knüpfen. Andererseits spürte ich schon zu Beginn, dass man im Stadtrat tatsächlich etwas bewegen kann.

Open-Source-Software
Am 20. Oktober 2011 startete ich mit meiner ersten Sitzung. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, die ersten paar Male zuzuhören und zu lernen, wie der Ratsbetrieb so zugeht. Es lief anders. Da bekannt war, dass es bei der erwähnten Stadtratssitzung um ein Informatik- Geschäft ging, das ich nicht befürworten konnte, nahm ich im Vorfeld Kontakt auf mit meiner und anderen Fraktionen. So gelang es uns, mit 35 zu 27 Stimmen das Geschäft an den Gemeinderat zurückzuweisen. Im Anschluss daran erarbeitete ich eine überfraktionelle Motion für die Erarbeitung und Umsetzung einer Open-Source-Förderstrategie aus.

«Zaffaraya»
In der selben Zeit kontaktierte mich zudem der Leist Oberbottigen. Es ging um die Umzonung, die der Gemeinderat in Riedbach für experimentelles Wohnen plant. Ich informierte mich über dieses Thema und reichte Anfang Januar eine Interpellation mit einigen kritischen Fragen an die Stadtregierung ein. In den nächsten Monaten wollen wir dann in Oberbottigen den Berner Dokufilm «Zaffaraya 3.0» vorführen und so die Diskussion zur Umzonung im Dorf anstossen.

Zeitmanagement
Alles in allem ein spannender Start. Der einzige Wermutstropfen ist die stark begrenzte Zeit, die mir als Milizpolitiker vorgegeben ist. So muss ich mich noch im Zeitmanagement üben, um mich auch in die anderen vielen wichtigen Themen der Stadtpolitik einarbeiten zu können.