Having worked a lot with local and national politicians in recent years I think I know what it means to do parliamentarian work. However, having now the flexibility to post policy suggestions and to do talks to the government and public administration myself increases my motivation a lot. Therefore I’m looking forward to this excieting new phase of my live.
Interview in the EVP Info Stadt Bern
Update 2011-09-23: Today’s newspaper Der Bund brought a small sidenote on the change in the Bernese parliament.
Saturday January 29th 2011, 8:05h
Filed under: Politics
This month it was my turn to write the editorial on our city of Bern EVP party booklet. As I believe that social media is an important topic for the upcoming national elections I published a short introduction for the newbees and my thoughts about how Facebook & Co. will influence elections and politics in general:
Mit Facebook & Co. zu mehr Wahlerfolg und Politik-Vertrauen
«Viele Menschen wollen Gott dienen – die meisten als Berater.» Diese Aussage hat kürzlich Martin Werlen, Abt des Kloster Einsiedeln, versendet. Gelesen haben es seine 1896 «Followers», die Werlens täglichen Mitteilungen auf dem Online-Dienst Twitter (engl. Gezwitscher) mitverfolgen. Anhand 140 Zeichen kurzen Statements erhalten sie Einblick hinter die Klostermauern, bekommen den abwechslungsreichen Alltag des Abts zu spüren und erfahren regelmässig clevere Bahngleichnisse und andere Weisheiten. Und noch besser: Etwa ein Dutzend dieser Followers, meist Leute ohne engen Bezug zum christlichen Glauben, haben den Spruch «re-tweetet» und so an die eigenen Hunderten von Lesern weitergeleitet. Eines der Erfolgsrezepte für diese Beliebtheit von Werlen ist der engagierte Dialog, den er mit seinen Followers führt. Kaum eine Reaktion bleibt unbeantwortet, alle noch so kritischen Kommentare erhalten die Aufmerksamkeit des Abts.
Was hat all das mit Politik und der EVP zu tun? Erstaunlicherweise zur Zeit noch sehr wenig. Denn eigentlich sind soziale Medien wie Facebook, Twitter, Blogs usw. sehr attraktiv für Wahlen und Abstimmungen. Barack Obama hat diese Medien gezielt und erfolgreich für die Mobilmachung seiner Wählerbasis genutzt. Auch in der Schweiz ist das Potenzial gross: Laut neusten Zahlen haben in der Schweiz schon rund 2,4 Millionen Personen ein Facebook- Profil, ein Drittel der Bevölkerung. Vor vier Jahren waren es erst etwa 150000. Bei den diesjährigen Nationalratswahlen werden soziale Medien darum eine relevante Rolle spielen. Da ist es logisch, dass Kandidierende und Parteien, die aktiv und kreativ mit diesen Internet-Communities interagieren, von der Bevölkerung wie von den traditionellen Medien stärker beachtet werden.
Soziale Medien eignen sich in der Politik aber nicht nur für den Wahlkampf. Auch während der Legislatur ist es sinnvoll, wenn Gewählte hautnah aus ihren Geschäften berichten oder auch mal Fragen stellen und öffentlich Meinungen einholen – schliesslich vertreten sie ja die Bevölkerung. Auch öffentliche Stellen tun gut dabei, über Internet-Technologien noch offener und professioneller als bisher zu informieren. Durch mehr Offenheit und Transparenz in der Politik wird so vielleicht gar der nächste Wikileaks-ähnliche Skandal etwas weniger spektakulär, weil die Bevölkerung wieder stärkeres Vertrauen in das öffentliche System gewonnen hat.
Nevertheless this incident proved for me personally that Wikipedia and open content systems are able to function on a sustainable basis - exactly the idea behind our definition of digital sustainability. The immediate reaction that the term is not yet established was justified and forced me to improve and enhance the article with other sources I found.
There hasn’t been a political vote for a long time that has been so important to me: the prohibition of weapon exports. I’ve given several public statements at StopArmut events, discussion panels and party meetings on my opinion to ban Swiss military exports. Below is the ad which was published in several newspapers yesterday. And tonight I’ll be going resp. laying on the street at the biggest Swiss Flashmob ever!
Yesterday I had a talk at the 3rd E-Government Symposium in Bern about how to use the open source community principle in e-government projects. Interest in the topic was huge compared to my speech two years ago. This time the room was full of people. Many came to me after the presentation to talk about the ideas and possible future applications in federal and cantonal e-government projects. It seems open source is finally becoming a more mainstream topic - even in public administration!
Nachhaltige, innovative eGovernment-Lösungen basierend auf dem Open Source Community-Prinzip
“Einsparungen durch Mehrfachnutzung und offene Standards: Dank dem Prinzip Einmal entwickeln - mehrfach anwenden, offenen Standards und gegenseitigem Austausch werden die Investitionen optimal genutzt.” Dieser Grundsatz, zitiert aus der E-Government-Strategie Schweiz, illustriert prägnant die Vorteile von Open Source Software und Open Standards für E-Government Vorhaben.
Aber nicht nur die freie Wiederverwendung der Technologien selbst, sondern auch deren Herstellungsprozesse bieten öffentlichen Institutionen Potential für Kostenersparnisse und Innovationen um eine nachhaltige Digitalisierung sicherzustellen. Neue, kollaborative Ansätze der Software-Entwicklung in öffentlichen Verwaltungen sind erfolgreich wie das von mehreren Kantonen gemeinschaftlich entwickelte Gemeinderegistersystem GERES für die Volkszählung 2010 oder Beschaffungspraktiken des Vereins Schweizerische Städte- und Gemeinde-Informatik SSGI zeigen. Wie diese Beispiele demonstrieren, erlauben innovative Organisationsstrukturen, anlehnend an das Community-Prinzip von Open Source Projekten, die hemmenden Seiten des Föderalismus zu überwinden und gewährleisten gleichzeitig die Handlungsfreiheit und Abdeckung der individuellen Bedürfnissen der einzelnen Verwaltungsstellen.
Das Referat erläutert Grundlagen des Open Source Entwicklungsmodells, portraitiert aktuelle E-Government Projekte basierend auf Open Source Software und Open Standards und zeigt auf, wie Behörden künftig noch besser die Vorteile des Community-Prinzips nutzen können. Insbesondere werden der Begriff der “Digitalen Nachhaltigkeit” eingeführt und aktuelle Tätigkeiten aus der gleichnamigen Parlamentarischen Gruppe zusammengefasst.
Kurz-Biographie
Matthias Stürmer, Dr. sc. ETH Zürich, lic.rer.pol., hat im Sommer 2009 an der ETH Zürich seine Dissertation über den Einfluss von Firmen auf Open Source Communities abgeschlossen und arbeitet heute als Projektleiter und Berater bei der Web-Entwicklungsfirma Liip. Daneben ist er Vorstandsmitglied der Swiss Open Systems User Group /ch/open und Sekretär der Parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit.
Portrait Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit
Wissen ist für die Schweiz von grosser volkswirtschaftlicher Bedeutung: Bildung der Bevölkerung, Innovationskraft der Unternehmen, Effizienz in der öffentlichen Verwaltung, Exzellenz in der Wissenschaft – fast alle Gesellschaftsbereiche setzen die langfristige und offene Verfügbarkeit von Wissensgütern voraus. Im heutigen Informationszeitalter sind somit ein nachhaltiger Umgang mit digitalen Technologien gefragt um in der Schweiz das Potential der fortschreitende Digitalisierung auch in Zukunft nutzen zu können.
Zur Thematisierung und Förderung dieses Anliegens auf politischer Ebene ist im Mai 2009 die parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit gegründet worden. Präsidiert von Nationalrätin Edith Graf-Litscher (SP, Kt. Thurgau) und Nationalrat Christian Wasserfallen (FDP.Die Liberalen, Kt. Bern) und besetzt mit 23 weiteren Mitgliedern aus dem National- und Ständerat unterstützt die Gruppe den nachhaltigen und innovativen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien. Die vier konkreten Handlungsgebiete umfassen die Förderung von Open Source Software, offenen Standards sowie freiem Zugriff auf Forschungsresultate (Open Access) und andere Inhalte (Open Content).
Then later in the evening I participated in a panel discussion about the early vote on the prohibition of Swiss weapon exports. Although only a few people attended the discussion it was an interesting conversation as my opponent was a member of the same party as I’m in, the Swiss Evangelical People’s Party EVP. Therefore we share many similar values but still came to a different conclusion about the impact of such a weapon export prohibition. Fritz Heiniger’s main argument was that GSoA, the originator of the initiative, just wants to abolish the Swiss army - which is true but has nothing to do with the current vote!
Digitale Nachhaltigkeit - ein Konzept mit Zukunft
Der nachhaltige Umgang ist nicht nur bei natürlichen Ressourcen notwendig, sondern wird künftig auch bei digitalen Gütern immer wichtiger. Doch welche Auswirkungen und Potenziale hat diese Entwicklung für Produzenten und Konsumenten insbesondere von Software?
Since spring, when we founded the Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit (group of parliamentarians on digital sustainability), interest in this topic is rising. This and next month only I’m doing four speeches on these issues starting tomorrow in Vienna:
Although I’ll focus a little bit for each presentation and adapt the slides, the key message stays the same as is has done in my previous speeches on this topic:
Thinking about the passed and the planned presentations I realize that we’re indeed in the middle of the process of defining the term “Digitale Nachhaltigkeit” or digital sustainability. Just tonight I spoke with my ETH-PhD colleague Marcus Dapp (his blog) about his definition of “Digitale Nachhaltigkeit” - he doesn’t have one either despite teaching his lecture “Digitale Nachhaltigkeit in der Wissensgesellschaft” (lecture slides) for the fourth time - he promised me to change this soon ;)
This year I had the honor to do the keynote speech at OpenExpo, ‘my own event’ ;)
(Just for the record: I didn’t nominate myself, it was Hannes who asked me to speak and also he invented this bragging title!)
Digitale Nachhaltigkeit in der Schweiz – ein Bericht zur Lage der Nation
Die parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit fördert den nachhaltigen und innovativen Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) und setzt sich ein für den öffentlichen Zugang zu Wissensgütern. Diese und andere Initiativen stellen sicher, dass in der Schweiz das Engagement für eine nachhaltige und offene IT gerade in der Rezession nicht blosses Lippenbekenntnis bleibt.