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Als Beispiel, wie einfach und spontan freiwilliges Engagement bei StopArmut 2015 sein kann, möchte ich hier kurz über die Aktion letzten Sonntag in unserer Gemeinde, der Vineyard Bern, berichten. Die Idee, einen StopArmut-Stand zu organisieren, kam mir erst eine Woche vorher. Ich realisierte, dass die Predigt am kommenden Wochenende über das Thema Barmherzigkeit sein werde. So fragte ich ein paar Verantwortliche der Vineyard, ob wir von der Regionalgruppe Bern kurzfristig einen Stand am kommenden Sonntag aufstellen könnten und allenfalls auch inhaltlich etwas zum Gottesdienst beitragen dürften.
Anita, meine Frau, Andrea, unsere Nachbarin und Nicole und Paul, Freunde aus der Gemeinde, sagten freundlicherweise zu am Stand mitzuhelfen. Anschliessend informierte ich Kampagnenleiter Markus Meury über unser Vorhaben; dass wir für den Stand einen Stapel des aktuellen Informationsmaterial, das StopArmut-Banner, einige Bücher und auch ein paar der roten T-Shirts brauchten. Am Mittwoch besuchte ich dann das 5 Minuten vom Bahnhof gelegene TearFund-Sekretariat in Zürich, von wo die Koordination der Kampagne geschieht und das deshalb auch die StopArmut-Materialien beherbergt.
Am letzten Sonntag, 2. April 2006 wars dann soweit. Um 12.30 Uhr stellten wir den Stand auf - was konkret hiess, das Banner aufzuziehen und die Informationsunterlagen auf dem Tisch zu verteilen. Ich erklärte den Mithelfenden nochmal im Detail die 8 Millenniums-Ziele und die 5-Punkte-Strategie von StopArmut (Sensibilisieren, “Was kann ich tun“, “Was können wir als Gemeinde tun“, politische Arbeit und Gebet). Mit diesem Wissen ausgestattet machten wir uns auf, an allen drei Gottesdiensten die Besuchenden anzusprechen, ob sie bereits von der StopArmut Kampagne erfahren hatten, mehr Informationen über die Millenniums-Erklärung wollten oder mit ans Forum i in Aarau kommen möchten. Viele hatten bereits von StopArmut gehört, wussten aber noch nicht genau um was es dabei genau ging. Sobald dann die wichtigsten Anliegen erklärt waren, unterzeichneten praktisch alle den Micah-Call sodass wir bis am Abend um beinahe 22 Uhr über 120 Neuunterzeichner gefunden hatten. Während der Predigt wurde zwar nicht im Detail über die Kampagne informiert, aber bereits das Hinweisen der Prediger auf StopArmut half uns, jeweils nach dem Gottesdienst die Leute auf den Micah-Call und die Möglichkeiten zum selber handeln anzusprechen.
Noch ein paar Fazits und was wir das nächste Mal besser machen wollen:
- Es hatte mehrere Vorteile, dass wir auf die StopArmut-Regionalgruppe Bern hinweisen konnten: Leute an unser nächstes Treffen am 10. Mai einladen (Treffpunkt: 19h im Vineyard Büro in Bern), gemeinsam mit dem Zug ans Forum i fahren (Treffpunkt: 8.20 Uhr am 29. April beim Treffpunkt Bahnhof Bern), auf den Vortrag und die Diskussion mit Melba Maggay in Bern am 25. April (Treffpunkt: 18.00 Uhr an der Herrengasse 6 in Bern) hinweisen.
- Der Hinweis auf StopArmut während der Predigt und die Tatsache, dass wir alle vom Stand ebenfalls von der Gemeinde waren, halfen mit, das Vertrauen der Angesprochenen zu erhalten. Das nächste Mal wollen wir aber vorher noch intensiver mit den Referenten sprechen, damit sie alle wirklich explizit auf die Unterzeichnung des Micah-Calls hinweisen und wir so weniger Überzeugungsarbeit leisten müssen.
- Von alleine kamen wenige Leute direkt an den Stand. Als wir sie aber jeweils persönlich mit einer Info-Broschüre auf ihre Unterschrift für den Micah-Call ansprachen, unterzeichneten die allermeisten.
- Jugendliche liessen sich von den Anliegen von StopArmut am meisten ermutigen und erklärten sich am raschesten bereit zu unterschreiben.
- Die Stimmung unter uns am Stand war super und half uns auch, gelegentlich kritische Stimmen gemeinsam zu verarbeiten.
- Als ein gluschtiger Blickfang stellten sich die Max Havelaar-Postkarten heraus, welche ich ein paar Tage vorher auf deren Website (www.maxhavelaar.ch) kostenlos bestellt hatte und als Beispiel des persönlichen Aktiv-Werdens auf dem Tisch aufstellte.
1 Comment so far
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Hallo Mathias. Finde ich echt super hast du das gemacht. Ich habe mich in letzter Zeit mehr mit dem Thema befasst. Immer wieder werde ich in unserer Arbeit hier mit schlimmen Verhältnissen konffrontiert. Thailand gilt ja eigendlich nicht als armes Land. Trotzdem gibt es sehr viel davon.
Vor einer Weile habe ich Jeffrey Sachs’s Buch “End of Poverty” gelesen. Kann ich weiterempfehlen.
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