Umzonung experimentelles Wohnen

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Interpellation Matthias Stürmer (EVP)

Bern, 12. Januar 2012

Um eine langfristige Lösung für Stadtnomaden und Stadtvögel zu schaffen will die Stadt Bern am Standort Riedbach neben dem Schiessplatz und Ausbildungszentrum einen neuen Bereich für experimentelles Wohnen bereitstellen. Dabei sollen 6000 m2 Landwirtschaftsfläche umgezont werden um alternative Wohnformen baurechtlich zu ermöglichen. Anfang Dezember 2011 wurde das Mitwirkungsverfahren beendet. Die Quartierkommission Bümpliz/Bethlehem lehnte das Vorhaben deutlich ab, so auch der Leist Oberbottigen.

Es ist zu begrüssen, dass sich der Gemeinderat wie am Runden Tisch im Oktober 2008 beschlossen um eine definitive, gesetzeskonforme Regelung bemüht. Allerdings stellen sich mit diesem experimentellen Vorhaben im Westen wesentliche Fragen, über die der Gemeinderat vorgängig Auskunft geben sollte:

1. Gemäss Erläuterungsbericht werden rund 40 Personen auf den 6000 m2 Landfläche erwartet. Dies ergibt rund 150 m2 pro Person, dreimal so viel wie Stadtberner Durch-schnittsbürgerInnen zur Verfügung haben. Wie ist dieses Verhältnis stadtplanerisch und gesellschaftspolitisch vertretbar?

2. Welche Kosten fallen für die Erschliessung (Strom, Wasser, Abwasser etc.) des Gebiets an?

3. Welche Miete werden die Bewohner der experimentellen Wohnzone zahlen? Wird diese Miete kostendeckend sein? In welcher Verbindlichkeit werden die Bewohner der experimentellen Zone verpflichtet? (Mietverträge etc.)

4. Wurde abgeklärt, ob die unterschiedlichen Gruppierungen bereit sind, langfristig zusammen auf dieser Fläche zu leben?

5. Haben die erwarteten Bewohner Kinder im schulpflichtigen Alter? Was werden die Auswirkungen auf die umliegenden Schulen in Oberbottigen und Bümpliz sein?

Interpellation Matthias Stürmer (EVP): Martin Trachsel, Rania Bahnan Büechi, Jürg Weder, Kurt Hirsbrunner, Vinzenz Bartlome, Judith Renner-Bach

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