240’000 Franken Erschliessungskosten für Zone für experimentelles Wohnen

Meine soziale Ader hin oder her, aber 240’000 Franken Steuergelder für die Erschliessung der Zone für experimentelles Wohnen finde ich doch massiv zu hoch. Wenn einst tatsächlich rund 25 Personen diese Fläche bewohnen werden, macht das knapp 10’000 Franken pro Person… Nachzulesen ist alles in der heutigen Ausgabe des Bund und in der Antwort des Gemeinderats auf meine Interpellation. Dazu kommt, dass die Stadtnomaden gar kein Interesse haben, die Anwohner in Riedbach zu belästigen und deshalb einen anderen Standort bevorziehen.

2 comments on “240’000 Franken Erschliessungskosten für Zone für experimentelles Wohnen

  1. Manuel C. Widmer on said:

    Ob man sich als Politiker mit dem Evangelium im Parteinamen wirklich brüsten kann, wenn man es mitverhindert, dass Menschen einen anderen Gesellschafts- und Lebensentwurf leben als die meisten anderen, bleibe offen und dahingestellt. Ich behaupte mal dreist, mit den selben Ellen gemessen, würden Jesus und seine Jünger nicht nur aus dem Garten Getsemane geworfen… Ist es nicht das neue Testament, dass Toleranz, Verständnis und Liebe wider dem Nächsten predigt? Aber das bitte nur, wenn der sauber angepasst, gesellschaftlich stromlinienförmig und möglichst weit weg vom eigenen heim ist, gell?!?

  2. Matthias Stürmer on said:

    MCW, zwar ungewohnt, aber das freut mich natürlich ausserordentlich, wenn du mit der Bibel in der Hand argumentierst ;) Dann versuchen wir doch deine Argumentationslinie fortzusetzen: Das Evangelium spricht von Nächstenliebe wenn es darum geht den Armen, Bedürftigen und Kranken zu helfen. Damit bin ich 100% einverstanden und versuche dies auch mit allen Mitteln bezüglich Menschen in Entwicklungsländern, Asylbewerbern in der Schweiz, Drogenabhängigen in der Stadt Bern etc. umzusetzen. Bloss sind die Stadtnomaden weder arm, noch krank, noch bedürftig – jedenfalls nicht die, die ich persönlich kenne. Das wäre geradezu eine Beleidigung für sie. Somit sehe ich auch nicht ein, weshalb Steuerzahler für die Umsetzung der selbst gewählten Lebensform soviel Geld aufwenden sollten. Nichts gegen die Wahlfreiheit aller Bernerinnen und Berner, aber wenn es derart massiv auf Kosten der Allgemeinheit gehen soll, bin ich dagegen. Das SP-Motto lautet ja auch “Für alle statt für wenige”. Wir leben in einer multikulturellen und multipluralistischen Gesellschaft in der es bereits sehr viele Möglichkeiten zur Selbstverwirklichung gibt. Ein gewisses Mass an Anpassung kann da schon verlangt werden. Oder wie genau führst du deine Schulklasse wenn alle machen würden was sie grad Lust und Laune haben?

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